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Giftköder - Die Gefahr beim Spaziergang

Aktualisiert: 22. Juni 2022

Ein Albtraum für jeden Hundehalter, doch eine Gefahr über die man sich Informieren muss.

Täglich werden Hunde Opfer von Giftködern und viele Hundehalter wissen in diesem Moment nicht was Sie machen sollen oder müssen. Wir klären über die gängigsten Köder und Giftarten auf und helfen dir dabei, die Symptome schnell zu erkennen.

Was ist ein Giftköder?

Ein Giftköder kann einfach alles sein, was deinem Hund gesundheitliche Schäden zufügen kann. Ganz klassisch handelt es sich hier im Fleischstücken oder Bällchen, welche mit z.B. Rattengift gefüllt wurden. Jedoch können auch Köder mit Rasierklingen, Nägel oder Scherben bestückt werden.


Das Gemeine an Ködern ist, dass Sie meistens aus Hackfleisch, Fleischwurst, Würstchen oder Leberwurst bestehen und so für den Hund eine absoluten Leckerbissen darstellen. Oft hat man als Hundehalter/in kaum eine Chance den Hund davon abzuhalten einen Köder, welche zum Beispiel im Park oder am Rande des Weges liegt, zu fressen.


Die Vergiftung erkennen

Hat dein Hund tatsächlich einen Giftköder oder einen scharfen Gegenstand gefressen, dann musst du sofort zum Tierarzt oder in die Tierklink fahren. Am Abend sowie an Sonntagen oder Feiertagen ist immer ein Notdienst einer Tierklinik die beste Anlaufstelle.

Wenn du dir nicht sicher bist, dann solltest du deinen Hund die nächsten Stunden genau beobachten. Auffälligkeiten und Verhaltensstörungen können hier erste Symptome einer Vergiftung sein. Hier gilt, lieber ein Mal zu viel zum Tierarzt als bleibende Schäden oder sogar den Tot zu riskieren.



Worauf muss ich unterwegs achten?

Bei Spaziergängen, solltest du darauf achten, dass dein Hund nichts frisst was auf dem Boden, im Gras oder im Gebüsch liegt. Auch anderer Kot von Menschen, Hunden oder Pferden kann für deinen Hund schädlich sein, wenn dieser mit Drogen, Krankheitskeimen oder Medikamenten versetzt ist.


Beim laufen solltest du aufpassen, dass deine Hund sich nicht zu weit von dir entfernt. So das du immer noch sehen kannst, was genau dein Hund macht und wenn er was fressen sollte, das du sehr schnell agieren kannst.


Achte immer auf Aushänge, die vor Giftködern warnen. Sollte eine Warnung bestehen, solltest du nur angeleint mit deinem Hund laufen gehen und am besten diese Bereiche meiden.


Inzwischen gibt es viele Webseiten und auch Apps die das Thema behandeln und bei denen du dich schlau machen kannst, ob es für deinen Bereich in dem du gerne laufen gehst eine Warnung gibt. Bekannte Seiten sind zum Beispiel:


Vorsorge & Sofortmaßnahmen

Eine klare Empfehlung ist es, wenn du als Hundehalter einen Erste Hilfe Kurs für Tiere besucht hast. Hier gib es sehr viele Informationen, die dir im Notfall helfen können. Des Weiteren, solltest du immer die Nummer der Tierklinik oder deines Tierarztes bereit hast, um hier nicht lange suchen zu müssen. Am besten beides gleich ins Handy einspeichern um auch von Unterwegs schon den Tierarzt verständigen zu können.

Jetzt zu dem, was du als erstes machen kannst:

  • Entferne den Giftköder vom Hund. Wenn noch möglich, Reste aus dem Maul holen.

  • Bringen deinen Hund auf keinen Fall zum Erbrechen, wenn Du nicht weißt, was er zu sich genommen hat (ätzende Gifte schaden dem Rachen; scharfe Gegenstände verletzen).

  • Rufe sofort deinen Tierarzt oder Tierklinik an und berichte von deinem Verdacht und schildere die Symptome (der Arzt kann eventuell ein Gegengift bereitlegen).

  • Notiere sofort, was, wieviel und wann dein Hund gefressen hat.

  • Dann sofort mit deinem Hund zum Tierarzt oder Tierklinik.


Wichtige Hinweise zur Ersten Hilfe


WICHTIG: Keine Maulschlinge oder Maulkorb anlegen! Sollte der Verdacht bestehen, das dein Hund vergiftet ist, darfst du Ihm keine Maulschlinge oder Maulkorb anlegen. Eine Vergiftung kann zu einem plötzlichen Erbrechen führen und hier könnte dein Hund durch die Maulschlinge ersticken.

WICHTIG: Keine Erbrechen herbeiführen!

Wenn du deinem Hund etwas einflößt oder Ihn zum erbrechen bringen möchtest, kann es die Situation noch weiter verschlimmern. Bei einem geschwächten Hund können so die Atemwege blockieren oder es zu weiteren Verletzungen kommen. Damit geht Wertvolle Zeit verloren. Lieber schnell zum Tierarzt, dieser kann wenn es nötig ist das Erbrechen auslösen oder ein Gegenmittel verabreichen.


Typische Gifte und Ihre Symptome


Gift: Zinkphosphid


In Form von: Giftlinsen, Giftweizen; von Bauern im Sommer oft als Mäusegift ausgelegt


Wirkung: Sofort nach oraler Aufnahme


Symptome: Unruhe, Erregung, Apathie (Teilnahmslosigkeit), Ataxie (Bewegungsstörung), Jaulen, Krämpfe, Erbrechen, Kreislaufschwäche, Bläulich verfärbte Haut und Schleimhäute;

 

Gift: Insektizide In Form von: Schneckenkorn, Lindan Wirkung: Wirkung nach ca. 30 - 60 Minuten Symptome: Unruhe, Zittern, Fieber, Schnelle Atmung, Vermehrter Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall, Im Ebrochenen farbiges Giftgranulat und Blut, Koordinationsschwierigkeiten;

 

Gift: Herbizide In Form von: Diquat, Paraquat Wirkung: Wirkung kann sowohl sofort,

als auch nach ein paar Stunden eintreten Symptome: Verätzungen im Mund-Rachenbereich, Schmerzen im Bereich des Magens, Erbrechen, Durchfall, Beeinträchtigung der Herzfunktion;

 

Gift: Rodentizide In Form von: Rattengift, Cumarin (unterschiedliche Formen und Farben möglich) Wirkung: Wirkt meist zeitverzögert innerhalb von 48 Stunden; eine Wirkung kann jedoch auch nach 3 - 4 Stunden bereits auftreten und bis zu vier Wochen anhalten Symptome: Unruhe, Bläulich verfärbte Zunge, Blasses Zahnfleisch, Erbrechen, Schaum und/ oder Blut im Erbrochenen, evtl. auch Giftkörner, Durchfall, Blut im Urin, Blut im Stuhlgang, Atembeschwerden, Krämpfe, Muskelzittern, Absinkende Temperatur, Apathie, Bewusstlosigkeit;

 

Gift: scharfkantige Gegenstände In Form von: Rasierklingen, Scherben, etc. Wirkung: Sofortige Symptome Symptome: Verletzungen an der Zunge und Mundhöhle sowie in der Speise-/Luftröhre und im Magen-Darm-Trakt, Ständiges Würgen, An der Schnauze reiben, Leeres Schlucken, Probleme beim Schlucken, Offenstehendes Maul, Niesen oder Husten, Pfeifende Geräusche beim Luftholen, Atemnot, Verweigerung der Futteraufnahme, Abgeschlagenheit;

 

Gift: Frostschutzmittel In Form von: Glysantin, Ethylenglycol Wirkung: Erste Symptome treten nach ca. 30 Minuten auf Symptome: Gereizte Schleimhäute, Erbrechen, Zustand ähnlich einem Alkoholrausch, Koordinationsstörungen, Schläfrigkeit, Bewusstlosigkeit, Koma;

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